Google-Updates, ChatGPT und generative Bild-KIs verändern unsere Arbeit im Rekordtempo. Doch während wir uns gerade an das kollaborative Arbeiten mit unseren digitalen Sparringspartnern gewöhnen, rollt im Hintergrund die nächste große Welle an: Das neue europäische KI-Gesetz – der EU AI Act.
Vielleicht hast du es schon läuten hören: Im August 2026 werden die wichtigsten Fristen und Hauptanwendungsregeln dieses Gesetzes offiziell scharf geschaltet.
Und falls du jetzt direkt leichten Technik-Frust oder Abmahnungs-Panik verspürst, atme erst einmal tief durch. Die wichtigste Botschaft vorweg: Keine Panik! Du musst weder ChatGPT kündigen noch deine komplette Webseite einstampfen.
In diesem Artikel erfährst du völlig unkompliziert, warum das Gesetz dich auch in der Schweiz betrifft und mit welchen 3 einfachen To-Dos du deine Webseite jetzt absolut krisenfest machst.
Betrifft mich das Gesetz überhaupt? (Spoiler: Ja, auch in der Schweiz!)
Der EU AI Act ist ein europäisches Gesetz. Warum sollte dich das also als selbstständige Frau in der Schweiz interessieren?
Die Antwort liegt im sogenannten Marktortprinzip. Kurz gesagt: Sobald du Kundinnen in der EU hast, deine Dienstleistungen dorthin digital vermarktest oder Tools nutzt, die in der EU bereitgestellt werden, gilt das Gesetz auch für dich.
Aber jetzt die große Entwarnung: Das Gesetz teilt KI-Anwendungen in verschiedene Risikoklassen ein. Da du keine Hochrisiko-KIs entwickelst (wie Systeme zur Gesichtserkennung oder Kreditwürdigkeitsprüfung), sondern lediglich bestehende Tools wie ChatGPT, Claude oder Midjourney nutzt, fällst du in die harmloseste Kategorie: Minimales Risiko / Allgemeine Transparenzpflichten.
Für dich als Betreiberin bedeutet das schlicht und ergreifend: Deine Leserinnen und Kundinnen haben ein Recht auf Transparenz.

Deine 3-Schritte-Checkliste für den August 2026
Um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, reichen drei unkomplizierte Anpassungen auf deiner Webseite und in deinem Business-Alltag:
1. Das Update für deine Datenschutzerklärung
Da du im Arbeitsalltag wahrscheinlich Kundendaten verarbeitest und dabei KI-Tools als Unterstützung nutzt, gehört dieser Prozess transparent offengelegt.
- Was du tun musst: Ergänze deine Datenschutzerklärung um einen klaren Absatz zur Nutzung von Systemen mit künstlicher Intelligenz. Darin erklärst du, welche Tools du nutzt und wie du mit den Daten umgehst. (Tipp: Achte in den Einstellungen von ChatGPT und Co. darauf, dass das „Training“ mit deinen Daten deaktiviert ist!)
2. Kennzeichnung von KI-Inhalten (Bildnachweise)
Wenn du Grafiken oder Bilder auf deiner Webseite nutzt, die maßgeblich von einer KI (wie DALL-E oder Midjourney) generiert wurden, greift die Kennzeichnungspflicht.
- Was du tun musst: Mach es wie bei klassischen Stockfotos und deklariere die Quelle transparent in deinem Impressum unter dem Punkt „Bildnachweise“. Ein einfacher Hinweis wie „KI-generierte Bilder via ChatGPT / DALL-E“ reicht völlig aus.
3. Transparenz bei Chatbots
Nutzt du auf deiner Webseite einen smarten KI-Chatassistenten, der vorab Fragen von Interessentinnen beantwortet?
- Was du tun musst: Es muss ab der ersten Sekunde unmissverständlich klar sein, dass man hier mit einer Maschine schreibt. Benenne den Bot entsprechend (z. B. „Miss Mac AI-Bot“) und setze einen kurzen Hinweis in das Chatfenster.
Fazit: Mach die Pflicht zur Kür!
Der EU AI Act klingt im ersten Moment nach drastischer Bürokratie, ist aber im Grunde eine wunderbare Chance. Indem du das Thema Transparenz auf deiner Webseite offen und professionell angehst, zeigst du deinen Wunschkundinnen, dass du nicht nur technologisch am Zahn der Zeit bist, sondern auch verantwortungsvoll und rechtssicher handelst.
Denn das KI-Zeitalter bringt nicht nur Regeln, sondern vor allem gigantische Chancen für deine Sichtbarkeit! Wenn du wissen willst, wie du den Spieß umdrehst und dafür sorgst, dass KI-Suchmaschinen dein Business aktiv weiterempfehlen, lies unbedingt meinen Deep Dive zu GEO & SEO im KI-Zeitalter oder erfahre im Detail, wie du in ChatGPT empfohlen wirst (LLMO).
FAQ: Das neue KI-Gesetz kurz & knapp
Ja, absolut. Durch das Marktortprinzip betrifft das Gesetz alle Unternehmerinnen, die Dienstleistungen oder Produkte in die EU verkaufen oder Tools nutzen, die in der EU bereitgestellt werden.
Nein. Reine KI-Texte, die du als Entwurf oder Inspiration nutzt und dann für dein Business anpasst, müssen nicht speziell gekennzeichnet werden. Die Pflicht gilt primär für täuschend echte KI-Bilder (Deepfakes), Audio/Video oder automatisierte Chatbots.
Die wichtigsten Fristen und Transparenzregeln für gängige KI-Tools werden im August 2026 offiziell scharfgeschaltet. Es ist also der perfekte Zeitpunkt, deine Webseite jetzt krisenfest zu machen.
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